"Wie wir systematisch für dumm verkauft werden"
... ist der Untertitel des neuen Buchs von Max Otte:
„Der Kollaps der Finanzmärkte war ein gigantischer Informationscrash. Aber auch viele andere Lebensbereiche stehen vor einem Zusammenbruch. Beim Einkaufen verwirren Produktvielfalt, Modellwechsel, Sondereditionen sowie undurchsichtige Preiskategorien. Mit undurchsichtigen Tarifen bei Handys oder der Deutschen Bahn werden Kunden bewusst verwirrt, desinformiert und abgezockt. Auch Politik und Medien arbeiten bewusst mit Überinformationen, häufigen Themenwechseln, oft sogar mit bewussten Fehlinformationen, um sich im Kampf um die Aufmerksamkeit oder die Wählerstimmen durchzusetzen. In seinem neuen Buch untersucht der Bestseller-Autor Max Otte die Mechanismen der Desinformation...“ (Klappentext)
Desinformation in fast allen Lebensbereichen ist das Thema des Buches. Das Gegenteil davon - Information - ist der satzungsgemäße Auftrag der Gemeindebücherei Grenzach-Wyhlen und mit Sicherheit auch der Auftrag aller anderen öffentlichen Bibliotheken in Deutschland.
"Die Gemeindebücherei ist eine öffentliche Einrichtung. Sie dient der Information, der beruflichen und persönlichen Weiterbildung aller Bevölkerungskreise..." (Artikel 1 unserer Benutzungsordnung)
Im Nachwort seines neuen Buches gibt Otte Tipps zur "Informationssouveranität". Tipp 5: Bücher als Informationsmedium nutzen:
"Bücher sind erstens geeignet, komplexe Gedankengänge darzulegen. Zweitens unterliegen sie nicht den Zwängen moderner Medien - Aufmerksamkeit um jeden Preis und damit Verflachung auf den kleinsten gemeinsamen Nenner... Und drittens kann man Bücher nicht so einfach manipulieren,..."
Unliebsame Informationen aus dem Internet verschwinden zu lassen sei viel einfacher, als man denke. Damit relativiert Otte die "Das-Internet-vergisst-nichts-These". Denn was bei Google nicht auf den ersten Plätzen steht, braucht nicht vergessen zu werden. Es erhält ohnehin kaum Aufmerksamkeit. Otte: "Glauben Sie nicht, dass Konzerne und Lobbys diese Möglichkeiten nicht massiv nutzen. Und verabschieden Sie sich von dem Hirngespinst, dass das Internet automatisch ein demokratisierendes Medium ist."
Und wie ist es um das Fernsehen bestellt? Fragen wir doch mal Herrn Wickert...>>
Max Otte:
Der Informationscrash ; wie wir systematisch für dumm verkauft werden. - Berlin : Econ, 2009. - 315 S.
Der Informationscrash ; wie wir systematisch für dumm verkauft werden. - Berlin : Econ, 2009. - 315 S.
„Der Kollaps der Finanzmärkte war ein gigantischer Informationscrash. Aber auch viele andere Lebensbereiche stehen vor einem Zusammenbruch. Beim Einkaufen verwirren Produktvielfalt, Modellwechsel, Sondereditionen sowie undurchsichtige Preiskategorien. Mit undurchsichtigen Tarifen bei Handys oder der Deutschen Bahn werden Kunden bewusst verwirrt, desinformiert und abgezockt. Auch Politik und Medien arbeiten bewusst mit Überinformationen, häufigen Themenwechseln, oft sogar mit bewussten Fehlinformationen, um sich im Kampf um die Aufmerksamkeit oder die Wählerstimmen durchzusetzen. In seinem neuen Buch untersucht der Bestseller-Autor Max Otte die Mechanismen der Desinformation...“ (Klappentext)
Desinformation in fast allen Lebensbereichen ist das Thema des Buches. Das Gegenteil davon - Information - ist der satzungsgemäße Auftrag der Gemeindebücherei Grenzach-Wyhlen und mit Sicherheit auch der Auftrag aller anderen öffentlichen Bibliotheken in Deutschland.
"Die Gemeindebücherei ist eine öffentliche Einrichtung. Sie dient der Information, der beruflichen und persönlichen Weiterbildung aller Bevölkerungskreise..." (Artikel 1 unserer Benutzungsordnung)
Im Nachwort seines neuen Buches gibt Otte Tipps zur "Informationssouveranität". Tipp 5: Bücher als Informationsmedium nutzen:
"Bücher sind erstens geeignet, komplexe Gedankengänge darzulegen. Zweitens unterliegen sie nicht den Zwängen moderner Medien - Aufmerksamkeit um jeden Preis und damit Verflachung auf den kleinsten gemeinsamen Nenner... Und drittens kann man Bücher nicht so einfach manipulieren,..."
Unliebsame Informationen aus dem Internet verschwinden zu lassen sei viel einfacher, als man denke. Damit relativiert Otte die "Das-Internet-vergisst-nichts-These". Denn was bei Google nicht auf den ersten Plätzen steht, braucht nicht vergessen zu werden. Es erhält ohnehin kaum Aufmerksamkeit. Otte: "Glauben Sie nicht, dass Konzerne und Lobbys diese Möglichkeiten nicht massiv nutzen. Und verabschieden Sie sich von dem Hirngespinst, dass das Internet automatisch ein demokratisierendes Medium ist."
Und wie ist es um das Fernsehen bestellt? Fragen wir doch mal Herrn Wickert...>>
hoffmeier - 19. Nov, 12:21

