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Romane - preisgekroent

Dienstag, 3. November 2009

Premio Strega: Die Einsamkeit der Primzahlen

Paolo Giordano:
Die Einsamkeit der Primzahlen
; Roman / Paolo Giordano. Aus dem Ital. von Bruno Genzler. 1. Aufl. - München : Blessing, 2009. - 364 S

"Ein einziger Tag in ihrer Kindheit, so scheint es, hat über ihr ganzes Leben entschieden. An einem solchen Tag verlor Alice für immer ihre Unbeschwertheit und das Vertrauen zu ihrem halsstarrigen Vater. Mattia hingegen verlor mit sechs Jahren seine Schwester, deren Hilfsbedürftigkeit er ein einziges Mal, für wenige Stunden, missachtet hatte. Seither quälen ihn Schuldgefühle, die er niemandem offenbart. Sieben Jahre später lernen Mattia und Alice sich auf dem Gymnasium kennen. Die Anziehungskraft zwischen den beiden scheint unwiderstehlich. Jeder erkennt im anderen die eigene Einsamkeit. Alice ist der einzige Mensch, dem Mattia wenigstens einmal seinen Schmerz zu offenbaren wagt. Und umgekehrt würde sie nie einen anderen als ihn bitten, das Tattoo von ihrer Haut zu entfernen, mit dem sie ihre inneren Wunden gleichsam übermalen wollte." (Klappentext)

Ich weiß nicht, ob es ein "einzigartiger Bildungsroman" und ob es sich um ein "literarisches Phänomen" handelt. Aber ich weiß, dass es ein gutes Buch ist, das ich gern weiterempfehle.Christine Westermann

Der Roman gewann 2008 den rennomierten italienischen Literaturpreis "Premio Strega".
Freitag, 24. Juli 2009

James Agee: Ein Todesfall in der Familie

James Agee:
Ein Todesfall in der Familie
; Roman / James Agee. Aus dem Engl. von Gerda v. Uslar. In der Überarb. von Ingo Herzke. München : Beck, 2009. - 399 S.

"Eine Kleinstadt im amerikanischen Süden, eine harmonische Familie. Der Vater geht mit seinem kleinen Sohn ins Kino, zwischen ihnen herrscht große Sympathie. Am nächsten Morgen will der kleine Rufus Follet dem Vater seine neue Kappe vorführen - und die ganze Welt ist auf einen Schlag anders geworden. Der Vater ist in der Nacht bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen." (Klappentext)

Der Verfasser war der Drehbuchautor von "African Queen" (verfilmt mit Humphrey Bogart) und hat für diese Buch 1957 posthum den Pulitzer Prize erhalten. Mehr dazu...>>>
Freitag, 15. Mai 2009

Graphic Novel: ein visuelles Erlebnis

Dies ist ein ungewöhnliches Buch. Wir stellen hier eine Graphic Novel vor. Graphic Novels sind ein Genre, das in den USA wohl weit verbreitet ist, bei uns aber noch wenig bekannt.

Das folgende Werk wurde vielfach preisgekrönt. Die Geschichte wird ausschließlich mit Bildsequenzen erzählt, es gibt keinen Text. Nicht einmal "Sprechblasen", wie sie in Comics üblich sind, kommen vor.

Shaun Tan:
Ein neues Land. Hamburg : Carlsen, 2008. - [126] S. : nur Ill.

"Was bringt einen Menschen dazu, alles zurückzulassen, um eine Reise in ein unbekanntes, fernes Land anzutreten, hin zu einem Ort ohne Familie und Freunde, wo alles namenlos und die Zukunft ungewiss ist? Diese stumme Graphic Novel ist die Geschichte eines jeden Migranten, eines jeden Flüchtlings, eines jeden heimatlosen Menschen und eine Hommage an alle, die eben diese Reise angetreten haben." (Klappentext)
Montag, 17. November 2008

Schweizer Buchpreis 2008

Am Wochenende hat in Basel Rolf Lappert für seinen Roman "Nach Hause schwimmen" den Schweizer Buchpreis erhalten.
Dienstag, 14. Oktober 2008

Deutscher Buchpreis 2008: And the winner is....

Uwe Tellkamp: Der Turm

Mehr dazu bei FAZ.NET

2 Exemplare des Buches sind bei uns entleihbar.
Dienstag, 16. September 2008

Ausgezeichnet mit dem Prix Goncourt 2007

Gilles Leroy:
Alabama Song
Zürich : Kein & Aber, 2008. - 235 S.

Montgomery, Alabama, im Juni 1918: Inmitten der Scharen von lärmenden Soldaten verliebt sich die selbstbewusste Zelda, Tochter des Richters Anthony Sayre, in einen gutaussehenden Leutnant aus dem Norden: F. Scott Fitzgerald. Dieser kennt nur ein Ziel: Er will der berühmteste Schriftsteller Amerikas werden. Kein Jahr später sind die beiden verheiratet und beginnen ein rastloses, exzessives Leben. In New York, Paris, an der Côte d'Azur begegnen sie den großen Künstlern ihrer Zeit, geben sich dem kollektiven Lebensrausch einer ganzen Epoche hin. Doch während Scott hier den Stoff für seine berühmten Romane findet, muss sich Zelda ein Leben lang verstecken, um schreiben zu können. Zelda Sayre galt lange als die hysterische Verrückte an der Seite des Schriftstellergenies. In seinem preisgekrönten Roman zeichnet Gilles Leroy nun das faszinierende Bild einer über die Maßen begabten, willensstarken Frau - Schriftstellerin, Tänzerin, Malerin -, der ihr Lebenshunger zum Verhängnis wurde.

Klappentext

Dienstag, 22. Juli 2008

Preisgekrönter Krimi

Xavier-Marie Bonnot:
Der große Jäger : Roman

Wien : Zsolnay, 2008

Ein spannender Plot um einen Serienmörder, der die Leichen der Frauen brutal zerlegt. Ein faszinierender Schauplatz: Marseille und die Landschaft der Calanques. Eine Unterwasserhöhle mit Bildern aus prähistorischer Zeit - Hände mit seltsam abgeknickten Fingern, Abbildungen von Tieren und die früheste Darstellung eines Ermordeten überhaupt. Vor allem aber: ein souveräner Ermittler, Michel De Palma vom Morddezernat in Marseille, der den Spitznamen "der Baron" trägt, obwohl er selbst mehr als einmal ins Straucheln gerät. Klappentext

Ausgezeichnet mit dem französischen RomPol-Preis
Freitag, 16. Mai 2008

Die Glasbücher der Traumfresser

Preisgekrönte Fantasy aus Amerika:

Gordon Dahlquist:
Die Glasbücher der Traumfresser

Gordon Dahlquist. [Dt. von Bernhard Kempen]. München : Blanvalet, 2007. - 10 Bände in 1 Kassette EST.: The glass books of the dream eaters
Fantasy ; preisgekrönt

Aus der Wikipedia:
»Die Glasbücher der Traumfresser ist ein Fantasy-Roman, der im viktorianischen England spielt. Die drei Helden des Buches, die Plantagenbesitzerin Miss Temple, der Auftragskiller "Kardinal" Chang und der Leibarzt des mecklenburgischen Prinzen Doktor Svenson, kommen auf unterschiedliche Weise mit der Geheimgesellschaft der Traumfresser in Kontakt, die ein Verfahren entwickelt hat, mit der man Erinnerungen und Emotionen von Menschen auf blaue Glasbücher übertragen kann. Während Miss Temple ihrer verlorenen Liebe Roger Bascombe zu der Hochzeitsfeier des mecklenburgischen Prinzen folgt, in der sich im Geheimen die "Traumfresser" eingeschlichen haben, um ihr makabres "Verfahren" vorzustellen, erhält "Kardinal" Chang den Auftrag, Miss Temple zu finden und zu töten. Dr. Svenson, der feststellen musste, dass sein Prinz entführt wurde, wird hingegen über eine Intrige des deutschen Majors Blach, der auch ein Mitglied der "Traumfresser" ist, in den Fall verwickelt. Alle drei Helden verbünden sich, um alle Bösewichte (die Contessa di Laquer-Sforza, den Comte d.Orckan.z und Francis Xonck) zu erledigen....

In Amerika konnte das Buch einen sehr großen Erfolg einfahren und bekam mehrere Preise.«
Freitag, 5. Oktober 2007

Gespreizter Prunkstil, verzopfte Phrasen, die lateinische Messe und der Feuilletonkatholizismus

Sigrid Löffler ist mit der Verleihung des Georg-Büchner-Preises an Martin Mosebach im Besonderen und dem "Feuilletonkatholizismus" im Allgemeinen nicht einverstanden.

Mehr dazu im Deutschlandradio
Mittwoch, 23. Mai 2007

Pulitzer-Preis 2007

Cormac McCarthy:
Die Straße
: Roman / Cormac McCarthy. 3. Aufl. - Reinbek bei Hamburg : Rowohlt, 2007. - 256 S.

» Ein Vater und sein Sohn wandern durch ein verbranntes Amerika. Nichts bewegt sich in der zerstörten Landschaft, nur die Asche im Wind. Es ist eiskalt, der Schnee grau. Ihr Ziel ist die Küste, obwohl sie nicht wissen, was sie dort erwartet. Sie haben nichts als einen Revolver mit zwei Schuss Munition, ihre Kleider am Leib, eine Einkaufskarre mit der nötigsten Habe - und einander. "Die Straße" ist die bewegende Geschichte einer Reise, die keine Hoffnung lässt, nur die verzweifelte Liebe des Vaters zu seinem kränkelnden Sohn. Von der US-amerikanischen Kritik als "Meisterwerk" (Booklist) und als "das dem Alten Testament am nächsten kommende Buch der Literaturgeschichte" (Publishers Weekly) apostrophiert, ist dies der Höhepunkt von McCarthys außergewöhnlichem literarischem Werk.

Es ist ein Roman über die letzten Dinge, über das Schlimmste und Beste, zu dem die Menschheit fähig ist: ultimative Zerstörung, verzweifeltes Durchhaltevermögen und nicht zuletzt, die Zärtlichkeit und Zuneigung, die uns im Angesicht der Vernichtung Kraft zu Überleben geben «
(Klappentext)

"Der brutalste Roman aller Zeiten": mehr zu diesem Titel...