Kot als Medizin

"Menschenkot verarbeitest du mit dem Urin eines Hundes zu einem Brei und verbindest den Patienten damit" (Uruanna)


HALT! Nicht schlucken!

Manche Heilpraktiker verordnen Eigenharn und Eigenkot als Medizin. Diese Tradition gehe möglicherweise auf ein Arzneimittellexikon namens Uruanna zurück, das im 7. Jahrhundert vor Christus in Mesopotamien verfasst wurde.

Altorientalisten wollen herausgefunden haben, dass für medizinische Rohstoffe Decknamen wie "Taubenkot" und "Seemansdreck" benutzt wurden, um medizinisches Wissen Uneingeweihten vorzuenthalten.

Die Bedeutung einer Tontafel zur Entzifferung der Decknamen sei mittlerweile von den Wissenschaftlern erkannt worden. So sei "Taubenkot" ein Tarnwort für "Schwarzkümmel". Woran auch immer der Kranke damals gesundet sei, Menschenkot sei es nicht gewesen, meint Tina Suchanek

in "Bild der Wissenschaft", Heft 6 (2007). Bei uns entleihbar.

Tina Suchanek: Zum Wohlsein. Seemanskot und Taubendreck. Ekel-Arzneien - ein grandioser Irrtum, S. 40-41

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