Forscher der Universität Bologna veröffentlichen am 21. September eine Studie, die belegen soll, dass es einen Zusammenhang zwischen Buchlektüre und Bruttoinlandsprodukt gibt. Die Studie untersucht Leseverhalten, Buchkonsum (Kauf) und Bruttoinlandsprodukt im europäischen und inner-italienischen Vergleich und wurde im Auftrag des italienischen Verlegerverbandes durchgeführt.
Der Konsum von Büchern als Indikator für den Bildungsgrad sage etwas aus über die Wettbewerbsfähigkeit einer Gesellschaft. Die Italiener geben durchschnittlich 65 Euro im Jahr für Bücher aus, die Norweger 208 Euro pro Jahr. Auch innerhalb Italiens entspreche der Anteil der Regionen am Bruttoinlandsprodukt dem Anteil der Regionen bei den Ausgaben für Bücher.
Während in Italien 46% der Führungskräfte und Freiberufler Bücher zur beruflichen Weiterbildung lesen, beträgt der Anteil in Frankreich 81%. In Italien öffne sich zudem eine Schere: es seien zunehmend reiche und gebildete Norditaliener, die Bücher kaufen. Der Süden falle weiter ab. "Ganz oder gar nicht" beschreibe das Verhältnis zwischen Lesern und
Nichtlesern: Wer in Italien liest, der liest viel.
Das melden heute unter anderem
"La Repubblica" und "
ANSA". Die Zahlen für Deutschland wurden nicht genannt, vielleicht werden sie ja im September veröffentlicht.
Die Studie scheint interessant zu werden, da sie anscheinend nicht nur den Konsum, sondern auch das Leseverhalten und den Bildungsgrad der Käufer untersucht und somit Rückschlüsse auf die nationale "Lesequalität" erlaubt.